Menara ist ein kooperatives und zugleich außergewöhnliches Bauspiel, bei dem Geschick und statisches Verständnis gefragt sind. Die Spieler haben es am Ende gemeinsam geschafft, den alten malaysischen Tempelturm wieder aufzubauen – oder auch nicht.

Nur das Fragment, das sogenannte Camp, steht zu Beginn des Spiels. Anhand zahlreicher Baupläne versuchen die Spieler kooperativ ihre Säulen auf den Tempelböden zu platzieren. Ist eine Bodenplatte vollständig bebaut, kommt eine neue Etage dazu. So entsteht ein wundersam geformter Turm. Wie hoch er werden darf, ist zu Beginn des Spiels nicht festgelegt. Denn Missgeschicke, Übermut und widrige Baupläne haben immer wieder dieselbe fatale Folge: Der Tempel muss höher werden, und womöglich höher, als den Spielern lieb ist. Zwar startet man je nach Spielerzahl mit einer bestimmten Zahl an Etagen und Säulen, kann aber ein Bauplan nicht erfüllt werden, wird diese Karte zu einer weiteren Etagenkarte. So werden beispielsweise aus eingangs drei Ebenen bei der leichten Spielvariante plötzlich vier. Gewonnen haben alle Bauherren, wenn die Anzahl an Stockwerken gleich oder höher ist als die Menge der ausliegenden Etagenkarten. Man verliert auch gemeinsam: wenn der Tempel einstürzt oder die Zahl der Etagen nicht erreicht wird.

Menara von Autor Oliver Richtberg fordert die Spieler zu einer kooperativen Bauplanung auf. Gemeinsam beraten die bis zu vier Spieler ab acht Jahren bei jedem einzelnen Zug wie sie vorgehen wollen. Hinzu kommt das schöne Spielmaterial mit Säulen aus Holz. Spieldauer zirka 45 Minuten, Preis zirka 30 Euro im Handel. Zoch Verlag, 90765 Fürth, www.zoch-verlag.com